Rechtsstreit Nokia versus Apple schwappt nach Europa

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Wegen diverser Funktionen im iOS-Betriebssystem haben sich die beiden Konzern in einen komplexen Rechtsstreit verstrickt. Nun werden auch noch in Deutschland, Holland und Großbritannien Verfahren angestrengt.

Die Finnen sehen 13 ihrer Patente durch iPhone, iPad und iPod Touch verletzt und haben nach ihren angelsächsischen Klagen vom November (wir berichteten) nun eine zweite Front in Europa eröffnet.

Der Rechtsstreit ist natürlich auch eine lukrative Chance für Nokia, denn Apple hat allein voriges Quartal rund 27 Millionen iOS-Geräte verkauft und damit mittlerweile Milliarden verdient. Gleichzeitig ging dieser Erfolg ziemlich zu Lasten der Marktanteile für finnische Handys.

Vizepräsident Paul Melin, Nokias Mann zum Schutze der eigenen Rechte, verwies bei Klageeinreichung darauf, dass man die Gestensteuerung für Touchscreens oder die mobile Funktionalität für App-Stores schon vor langer Zeit patentieren ließ. Gut zehn Jahre, bevor überhaupt das iPhone auf den Markt kam. Schon seit 2009 verklagt Nokia Apple vor US-Gerichten für eine Patentverletzung zum Thema Wireless Networking. Falls die Finnen sich mit ihrem Patentschutz durchsetzen können, dürfte es eine extrem teure Schlappe für Apple werden.