E Plus-Gruppe baut Null-Emissions-Netz

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Mit neuen umweltfreundlichen Sendestationen wollen E-Plus und Nokia Siemens Networks die CO2-Emissionen reduzieren. Die Mobilfunkmasten arbeiten mit erneuerbaren Energien.

Die erste Sendestation Deutschlands, die in puncto Energieversorgung völlig autark ist, wird gerade in Versmold gebaut. Der Mobilfunkmast bezieht seinen Strom aus Sonnenenergie, Windkraft und Brennstoffzellen. Die Projektpartner E-Plus Gruppe und Nokia Siemens Networks wollen damit langfristig ein Null-Emissions-Netz aufbauen oder zumindest die Voraussetzungen hierfür schaffen.

Windturbine und Photovoltaik

Die Photovoltaik-Anlage folgt »mit Hilfe eines Solar Tracking Systems automatisch dem Sonnenverlauf«. Für die Windenergie setzen die Techniker eine Windturbine auf die Spitze des Antennenmasts. Falls Sonne und Wind den Energiebedarf nicht decken können, springt eine Wasserstoff-Brennstoffzelle ein (zwei Blöcke à 2,0 kW). Gesteuert wird die Anlage von einem fernwartbaren »Green Energy Controller« von Nokia Siemens Networks.

Laut Nokia Siemens Networks beansprucht der Betrieb der Netze bis zu 85 Prozent des Energiebedarfs eines Mobilfunkanbieters. Dementsprechend könnten Sendestationen, die mit erneuerbarer Energie arbeiten, einen wichtigen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen und der Stromkosten leisten.

Das Bundesverkehrsministerium stellt für dieses Pilotprojekt Fördergelder in Aussicht. Die Sendestation in Versmold soll bereits im ersten Quartal 2011 in Betrieb gehen.