Server-Hersteller: Niemand verlangt GPU-Computing

CloudKomponentenNetzwerkeServerWorkspace

Die in Grafikprozessoren versteckte Rechenkraft führte zu einem kurzen Medienboom des GPU-Computing. Der chinesische Supercomputer Tianhe-1A habe gezeigt, dass die GPUs viel Leistung bringen. Genutzt werde das indes bislang nur von Wenigen, beklagen  Branchen-Insider.

Medienberichten zufolge sagen Sprecher von IBM, HP und anderen Server-Herstellern, dass die Verlagerung von Rechenaufgaben auf Grafikprozessoren bislang nur bei einem kleinen Anteil der Server-Nutzer ankomme – der Massen-Appeal fehle dem GPU-Computing einfach noch. und dass, obwohl der schnellste Computer der Welt von GPUs betrieben ist.

Das fehlende interesse liege auch daran, dass die meisten Geschäfts-Anwendungen die GPU-Power noch gar nicht richtig nutzen könnten – und diese zu portieren, sei offenbar ein zu hoher Aufwand für die Software-Unternehmen, der sich für sie noch nicht lohne.

(Bild: Ende Oktober zum schnellsten Supercomputer der Welt gekürt – Chinas Tianhe-1A mit der Rechenpower vieler GPUs . Bildquelle: NVidia-Pressemitteilung)

Ein Anfang sei gerade mal gemacht bei Systemen, die die GPU-Power einsetzen, wenn nötig. Doch Cloud-Anbieter mit großen Rechenzentren beginnen langsam, ihre Systeme mit GPU-Rechenkraft auszubauen, etwa Amazon in den Amazon Web Services. Bei den Server-Herstellern jedoch fehlt noch die Nachfrage – der derzeitige Server-Boom beschränkt sich auf herkömmliche Systeme.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen