Operation Payback zielt nun auf Unternehmens-Faxmaschinen

SicherheitSicherheitsmanagement

Die Ethik-Hacker und WikiLeaks-Freunde haben sich für ihre Racheaktion eine neue Spielart ausgedacht: Sie überfluten Firmen wie MasterCard, Visa und PayPal mit Fax-Dokumenten.

Um alle Partnerfirmen, die WikiLeaks den Rücken zugekehrt haben, weiter zu ärgern, hat die Operation Payback in Online-Chats und in einschlägigen Postfächern eine Liste von Faxnummern hinterlegt. Freiwillige sollen nun via kostenloser Online-Faxservices (etwa MyFax.com oder FaxZero.com) die Zielfirmen mit einer unzähligen Flut von Dokumenten überschütten – bis die Ressourcen alle sind oder die Geräte ausgestöpselt werden.

Mit dieser Änderung der Angriffsstrategie will man die Gegenmaßnahmen der Zielfirmen umgehen, heißt es in einer Chat-Message, die seit gestern zirkuliert. Die Aktivisten empfehlen allen Fax-Sendern, anonym Bilder von Guy Fawkes oder beliebige Ausschnitte der WikiLeaks-Dokumente an die Zielfirmen zu faxen.

Paul Mutton, Sicherheitsanalyst bei Netcraft Web, ist sich nicht sicher, ob diese Aktion besonders große Schäden verursachen oder einen Effekt haben wird. Zumal die Fax-Attack-Group bislang nicht einmal 100 Mitglieder habe.

Soweit habe die Operation Payback von Anonymous zwar viel Presse-Echo erfahren, aber in Wahrheit wenig Effekt auf das Geschäft der Zielfirmen, merkt Mutton an. Es war sicherlich nervig für die Betroffenen, aber großartige Schäden könne man nicht registrieren.