IBM baut in Deutschland einen 3-Petaflop-Supercomputer

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Die Bayerische Akademie der Wissenschaften hat einen Vertrag mit IBM geschlossen. Das gemeinsame Ziel: Bis 2012 einen Supercomputer in Süddeutschland zu bauen, der gewaltige 3 Petaflops Rechenleistung bewältigt.

Falls der Plan klappt und kein Konkurrent schneller oder erfolgreicher operiert, dann dürfte es für einige Zeit der Welt stärkster Supercomputer sein. Einen Rufnamen hat er auch schon weg: SuperMUC. Damit kann man dann vom Bahnhof in nur 10 Minuten abfliegen – frei nach Edmund Stoiber.

Gebaut wird der Riesenrechner im Leibniz Supercomputing Center in Garching bei München. Europäische Wissenschaftler sollen damit in die Grenzbereiche von Medizin, Astrophysik und anderen Disziplinen vorstoßen. Der Supercomputer wird auf Intel Xeon Prozessoren basieren. Das stellt die Kühlung vor enorme Probleme. Konventionelle Luftkühlung reiche nicht mehr aus, daher ist eine neuartige Wasserkühlung geplant. Die sei 4000 mal effizienter als konventionelle Kühlungen und komme mit 40 Prozent weniger Strom aus, verspricht IBM.

»Mit SuperMUC erhält die deutsche und europäische Forschungsgemeinde einen Schub, um zur Spitze des internationalen Wettbewerbs aufschließen zu können«, zeigt sich IBM-Deutschlandchef Martin Jetter zuversichtlich.