»Grüner« Toner mit Biomasse

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In der Schweiz kommt der erste Bio-Toner in den Handel. Der Toner verwendet weniger Kunstharze auf Rohöl-Basis und setzt stattdessen auf Abfallstoffe aus Baumwolle oder Soja.

Vorerst gibt es das nur in der Schweiz, doch auch in Deutschland dürften sich viele Anwender dafür interessieren. Ein ökologisch korrekter Toner für Laserdrucker und Kopierer. Der Bio-Toner benötigt weniger Rohöl als konventionelle Toner. Laut Hersteller werden 35 Prozent der auf Erdöl basierenden Kunstharze durch solche aus Biomasse ersetzt. Diese wiederum werden aus Abfallprodukten der Baumwoll- und Sojaindustrie produziert.

Laut Hersteller bescheinigt der TÜV Rheinland »einen Biomassen-Inhalt von 35 Prozent«. Herkömmliche Produkte bestehen hingegen zu null Prozent aus Biomasse.

550 Millionen Liter Öl für Tonerproduktion

Da bei der Fertigung deutlich weniger Rohöl eingesetzt wird, ist der »Green Toner« aus der Schweiz auch geeignet, die CO2-Emissionen zu senken. Laut Interprinting werden bei der Herstellung von Laser- und Kopier-Toner weltweit pro Jahr etwa 550 Millionen Liter Rohöl verbraucht.

Auf den Markt gebracht wird der neue Öko-Toner von Interprinting, einem auf alternative Verbrauchsmaterialien für Drucker spezialisierten Unternehmen. Green Toner soll ab Januar 2011 im Schweizer Fachhandel erhältlich sein.

Für welche Drucker- oder Kopierermodelle der Bio-Toner erhältlich sein wird, ist noch nicht bekannt. Bisher liefert das Unternehmen konventionellen Toner für handelsübliche Geräte wie beispielsweise von Oki oder HP, Xerox und Brother.