Fujitsu-Technikchef: Wikileaks/Amazon-Streit zieht Cloud Computing in den Schmutz

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Im Rahmen der Selbstvermarktung hat Fujitsu heute sein übliches Monats-Statement von sich gegeben. Medienwirksam hatte man es mit den Reizwörtern »Wikileaks« und »Cloud Computing« dann sogar ins Wall Street Journal geschafft.

Auch, wenn Fujitsu auf dem bodenständig Deutschen der ehemaligen Fujitsu-Siemens aufbaut: Bei der Vermarktung ist man mittlerweile recht modern geworden. Die PR des Unternehmens stürzt sich beim »Statement of the Month«  auf aktuelle Reizthemen. Diesmal heißt es »Warum Wikileaks und Amazon Cloud Computing einen Bärendienst erwiesen haben«.

Vorgeschickt vom Marketing wird hier Dr. Joseph Reger, CTO der Fujitsu Technology Solutions. Die Frage, ob und inwieweit sich Amazons Entscheidung, Wikileaks von seinen Servern zu nehmen,  auf die Akzeptanz von Cloud Computing auswirkt, ist im Original hier zu lesen (im Wall Street Journal verkürzt sich dies auf eine Bedrohung des Cloud Computing).

Das Fujitsu-Marketing schreibt im Namen von Reger, dass Julian Assange zwar verantwortungslos gehandelt hätte, aber dabei nur Fakten veröffentlicht hatte, die andere vorher geschaffen hatten. Schwieriger sei jedoch zu bewerten, wie Amazons plötzliche Sperrungs-Aktion sich auf Unternehmen auswirke. Und das sei als echte Tragödie zu sehen, ja, die Reaktion von Amazon berge für die Entwicklung des IT-Marktes sogar ein großes Risiko!

Denn wenn ein Provider die Cloud-Dienste einfach kappe, rede er genau jenen Zweiflern das Wort, die Sicherheit und Verfügbarkeit von Cloud Services in Frage stellten. »Cloud Computing wird einen Imageschaden davontragen«, heißt es im Abschlusswort. Amen.

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