»Message Continuity«: Google-Service soll Exchange-Server-Ausfälle umgehen

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Der Suchkrösus packt Neuentwicklungen, Funktionen seines Erwerbs Postini und sein Googlemail zusammen, um als Ausweichsystem für Ausfallzeiten des Microsoft-Produktes bereitzustehen.

Die Auszeit von Google Mail sei trotz eines schlimmen Falls im August 2008 im Durchschnitt noch weitaus geringer als die eines Exchange-Servers von Microsoft, erklärte Google schon 2008. Damals hatte man wohl mit der Entwicklung des neuen Dienstes begonnen, der Stillstandzeiten wohl ganz in die Vergangenheit verbannen soll.

Die Auszeiten von Exchange-Servern seien zehn Mal höher als die von Google Mail, erklärt der Suchkrösus, und mit seinem neuen Dienst »Message Continuity« in den kostenpflichtigen Unternehmens-Google-Apps könne man sie auf nahezu Null bringen.

(Bild: So funktioniert Googles Mail Continuity. Quelle: Google)

So läuft eine Exchange-Mail durch den Postini-Scanner, der sie dann wie gehabt weiterleitet an den Exchange Server. Doch das 2007 von Google erworbene Mail-Security-Unternehmen leitet die Mail nun zusätzlich an das extra erzeugte Googlemail-Konto eines jeden Exchange-Nutzers weiter. Fällt Exchange aus, stehen dem Firmennutzer alle Mails in Google zur Verfügung.

Exchange bleibt, doch eine lokale Software synchronisiert beide Systeme, sobald Exchange wieder online ist. Alles bleibe sicher und per TLS verschlüsselt, meldet Google. Für 25 US-Dollar pro Jahr pro User (13 Dollar für bestehende Postini-Kunden) sei der Dienst samt Backup, Restore und Sicherheit zu haben.

Schwierig wird also nur noch der juristische Teil: In welchem Rechenzentrum werden die Mails eigentlich gelagert, um juristisch in Deutschland gültig zu sein? Bei den Fragen und Antworten dazu gibt Google jedenfalls noch keine Antwort.

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