Fujitsu erhofft sich Innovationen aus der Community

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Bei Forschung und Entwicklung (Research & Development) wollen die Japaner einen ganz neuen Weg einschlagen: Statt selber im Labor tausende Weißkittel ackern zu lassen, sollen es jetzt aushäusige »freie Geister« erledigen.

Fujitsu verkauft diesen kostengünstigen Ansatz ganz clever als »Open Innovation Service« und lädt Entwickler aus dem privaten und öffentlichen Sektor ein, mit dem Konzern zu kooperieren und für ihn geniale Erfindungen zu realisieren. Man sei offen für individuelle Entwickler, Forschungsgruppen von Universität und Instituten, Ingenieur-Büros oder für Regierungs- und Non-Profit-Organisationen.

Durch diesen Ansatz erwartet sich Fujitsu nicht nur ungewöhnliche Ideen und frische Ansätze, sondern natürlich auch eine enorme Kostenreduzierung. Zudem sei der Konzern bereit, auf diese Weise direkt die aktuellen Geschäftsprobleme der »Community Mitglieder« zu lösen, was der eigenen Forschungsarbeit mehr Praxisnähe bescheren dürfte. Damit verlasse man den abgeschotteten Elfenbeinturm, in welchem die Wissenschaftler und Ingenieure stets nur hoffen würden, dass jemand im Markt ihre Erfindungen auch benötigen würde, merkt Fujitsu-Großbritannien-Technologiechef David Smith an.

»Wir schlagen einen kooperativen Weg ein und werden dabei die interaktiven Möglichkeiten des Web 2.0 nutzen«, ergänzt Smith. Der Community-Ansatz sei zuvor in einem internen Versuch in Japan ausgetestet worden, bevor sich der Konzern damit nun an die Weltöffentlichkeit wendet, erläutert Cheftechnologe Ian Mitchell.

»Damit gibt es für Erfinder und Visionäre eine Vordertür zu Fujitsu. Wir möchten eine Entwicklercommunity etablieren, in der diskutiert und auch wirklich praktisch entwickelt werden kann«, verspricht Mitchell. Das Ganze wolle man noch mit Venture-Kapitalgeber verknüpfen, damit auch manche Technologie, Services oder Produkte realisiert werden, die nicht direkt in die Produktpalette des Konzerns passen.