Dell plant den Kauf von Data-Storage-Anbieter Compellent

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Der texanische Computerhersteller hat bestätigt, für die Technologiefirma einen Kaufpreis von 876 Millionen Dollar angeboten zu haben.

Dell hofft nun, diesmal mehr Glück im Übernahmepoker zu haben als neulich, wo man im Bietergefecht um 3PAR dem Kontrahenten HP unterlag (wir berichteten). In der Zwischenzeit hatten sich die Texaner mit dem Kauf von Boomi getröstet, nun soll die Übernahme von Compellent die technologische Lücke bei virtualisierter Speicherhaltung schließen.

»Dell und Compellent haben sich darauf geeinigt, exklusiv Merger-Gespräche aufzunehmen. Läuft es wie geplant, dann werden wir 27,50 Dollar in bar pro Aktie zahlen«, heißt es im offiziellen Dell-Statement. Signifikant ist dabei das Wörtchen »exklusiv«, denn damit schließt der Computerhersteller aus, wieder in einen Bieter-Wettstreit zu geraten. Eine Garantie für erfolgreiche Übernahmegespräche ist das natürlich nicht.

»Compellent würde natürlich gut zum Dell-Portfolio passen und eine letzte große Lücke schließen. Außerdem gibt es im Markt nicht mehr allzu viele Optionen eines Zukaufs«, kommentiert Andrew Reichman, Senioranalyst bei Forrester Research. Andererseits sei Compellent auf Speicherlösungen für Mittelständler und kleine Unternehmen spezialisiert. Massive skalierbare Lösungen mit gigantischer Performance für globale Konzerne sind eher nicht ihr Thema.