Kartell asiatischer LCD-Hersteller muss Millionenstrafe an EU zahlen

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Die EU-Kommission hat eine Millionenbuße gegen LCD-Hersteller verhängt. Nur Samsung bleibt verschont, denn das südkoreanische Unternehmen als »Verräter« unterliegt der Kronzeugenregelung.

LCD-Fernseher und -Monitore waren anfangs teurer als sie hätten sein müssen: LG, Samsung und die Zulieferer Chimei, HannStar, AU Optronics und Chungwha hatten sich bei der Preisgestaltung in geheimen Treffen abgesprochen.

Gegen die Hersteller von LC-Displays wurden nun Geldbußen von insgesamt 648.925.000 Euro verhängt. In der Mitteilung der EU-Kommission heißt es, die Verteilung der Strafen ist nach Marktanteilen und damit am Ausfall für andere Hersteller und Schaden für Verbraucher orientiert.

So sind für LG Display 215 Millionen Euro fällig, AU Optronics 117 Millionen, Chimei 300 Millionen, Chunghwa 9 Millionen sowie HannStar 8 Millionen. AU Optronics und Chungwa Pictures Tubes hätten mehr zahlen müssen, doch wegen ihrer Mitarbeit senkten sich die Beträge. Samsung als einer der größten Nutznießer der Absprachen zwischen Oktober 2001 und Februar 2006 bleibt erst einmal ungeschoren, denn die koreanische Firma war schließlich der »Whistleblower«.

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