iPad-Nutzer können nicht mehr auf Bild.de surfen

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Auf Bild lässt sich nur noch mit einer kostenpflichtigen App zugreifen. Die neue Bild-App soll alles interaktiver und schöner machen.

Der Axel-Springer-Verlag hat den Browser-Zugriff vom iPad auf Bild.de unterbunden. Wer es versucht, wird auf bildgehtapp.bild.de umgeleitet, wo eine Dame namens Jenny auf die die 79-Cent-App »Bild HD« auf Apples iTunes verweist. Pro Ausgabe sind dann 79 Cent fällig, ein Monats-Abonnement kostet 13 Euro, 3 Monate sind für 35 Euro zu haben und ein ganzes Jahr kostet 130 Euro.

Macht nichts: Apple-User sind laut Statistiken ohnehin wohlhabender als andere, und wer für den »journalistischen Inhalt« (so nennt zumindest Springer-Chef Döpfner das, was Bild so veröffentlicht) kein Geld hinterlässt, ist sowieso nicht Teil der Zielgruppe des Unternehmens. Denn das zieht nach einem Jahr App-Tests eine positive Bilanz: 500.000 verkaufte Apps und 800.000 insgesamt heruntergeladene verzeichnet das Verlagshaus.

Wenigstens soll die neue Bild-App das iPad so richtig nutzen: Filme, Animationen und spielerische Elemente sollen enthalten sein – auch eine wunderbare Erweiterung für die Welt der finanzierenden Werbeindustrie. Die neue Bild-App ist gleichzeitig auch der Start der Websperre des normalen Inhalts für gängige iPad-und iPhone-Browser.

Doch weniger verbreitete Browser könnten die Sperre umgehen, heißt es schon in diversen Internet-Publikationen – bis Döpfner auch diese sperren lässt und die statische Seite mit der geldgeilen Jenny schließlich allen Webnutzern präsentiert.

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