Ein Drittel der Kandidaten versagt im Virus-Win7-Test

SicherheitSicherheitsmanagementSoftwareVirus

Virus Bulletin führt regelmäßig Praxistests durch, um herauszufinden, wie es mit der Sicherheit in Wahrheit bestellt ist. Jüngstes Ergebnis: nicht gut!

Rund ein Drittel aller angetretenen Anti-Malware-Sicherheitsprogramme schaffen es nicht, den Nutzer eines PC-Systems mit laufendem Windows 7 Professional zu schützen, meldet Virus Bulletin. Immerhin traten zum jüngsten Test 64 namhafte Produkte an. 20 von ihnen erfüllten nicht die Standardvorgaben.

Die Tester attestierten manchen Schutzprogrammen, dass sie unter Druck ihre Laufstabilität verlieren und das ganze System vom Absturz bedroht sei. »Das sind wirklich ernste Probleme«, kommentiert  Testdirektor John Hawes. »Solch eine niedrige Produktqualität wäre in anderen kommerziellen Softwarepaketen unakzeptabel. Bei einem Security-Produkt ist das aber unverzeihlich.« Der Kunde müsse schließlich seiner Schutzsoftware blind vertrauen (können). Sobald echte Malware auftrete, wäre ein Einknicken der Software bzw. ein Systemabsturz fatal.

Peinlich: Unter der Versager-Riege sind auch bekannte Markennamen wie McAfee (VirusScan Enterprise) oder CA (Internet Security Suite Plus, Total Defense r12) zu finden. Die Nischenhersteller wie Lavasoft, Kingsoft oder Comodo fielen dagegen in erster Linie durch schwache Performance ihrer Produkte auf. Wer sie einsetzt, müsse mehr Geduld mitbringen.