Internet Explorer 9 mit neuem Privatmodus

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Das Unterdrücken von Cookies reicht heute nicht mehr aus, um im Internet privat und unbelästigt zu surfen. Das realisierte nun auch Microsoft und baut künftig eine Anti-Tracking-Funktion in seinen Browser ein.

Per Knopfdruck soll der Tracking-Schutz im kommenden Internet Explorer 9 zugeschaltet werden können, damit sich der Benutzer bewusst punktuell den einschlägigen überneugierigen Webseiten entziehen könne. Die Funktion sei in Ergänzung zur »InPrivate-Filterung« gedacht, die auf heuristischer Basis verdächtige Scripte und Aktivitäten aufspüren werde.

Eine interne Liste gibt dem Browser im Einzelfall vor, welche Inhalte auf den Seiten erlaubt sind und welche unterdrückt werden müssen. Diese so genannte »Tracking Protection List« werde allerdings nicht von Microsofts Gnaden sein, sondern dürfe aus externen Quellen importiert werden. Das können Datenschutzgruppen, Werbeschützer, Elternverbände oder andere Drittanbieter sein, die solche schwarzen Listen führen. Ein automatisches wöchentliches Update sei im IE9 bereits vorgesehen.

So ganz freiwillig fällt Microsoft der Datenschutz des Kunden nicht ein, denn damit wird eine Forderung der US-Behörde FTC Folge geleistet. Jene fordert künftig von allen Browsern einen Anti-Tracking-Schalter.
Die neue Funktion werde wohl erstmals in einem Release-Candidate vom IE9 Anfang 2011 enthalten sein.