Trend: Netzwerk-Zubehör wird sparsamer

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Das Energie- und Ressourcenmanagement hat sich bislang in erster Linie auf Server-Hardware und Software konzentriert. Nun ist die Peripherie des Netzes an der Reihe.

Die Anbieter und Ausrüster von Netzwerken und -zubehör haben längst angefangen, auf Energieverbrauch zu achten. »Das war natürlich in der Vergangenheit nie eine Priorität. Jetzt wird es aber zum Thema«, resümiert Dale Cosgro, Produktmanager beim Netzwerkausrüster ProCurve (gehört zu HP). Kein Wunder, am Gesamtverbrauch des Netzes tragen Peripherie und Zubehör nur bis maximal 15 Prozent bei. Sobald allerdings  Server und Storage optimiert wurden, geraten Router und Switches in den Blick der Administratoren.

In diesem Felde lohne sich Energieeffizienz auf Dauer schon, schließlich müssen diese Geräte im Gegensatz zu Servern ständig online sein, um auftretenden Traffic zu bedienen. Zudem gibt es Switches der Enterprise-Klasse, die pro Rack 13 Kilowatt verbrauchen, merkt Cisco-Netzwerkspezialist Rob Aldrich an. Da käme dann auch mehr Hitzeabstrahlung zusammen als in manchem Serverrack. Hier würde eine sparsamere Lösung auch die Kühlung entlasten.

Die Anbieter haben nun erste energieeffiziente Produkte im Programm, ausgerüstet mit sparsamen Netzteilen und variablen Lüftern. Das Hauptproblem bei den Switches seien noch die StandBy-Modi, denn hier liegen immer noch 40 bis 60 Prozent des maximalen Stromverbrauchs an. Senke man dieses Niveau, dann gehe das zu lasten der Leistung, erläutert Aldrich. Hier habe bislang niemand eine Lösung parat, ohne dabei größere Wartezeiten für den Kunden zu verursachen.