Studie: Inhalte treiben den Verkauf von eBook-Readern

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Die Marke eines Geräts oder seine spezifischen Hardware-Parameter sind im Falle der Reader von nachrangiger Bedeutung. Vor allem komme es auf die Inhalte an. Nur das treibe die Verkäufe, fand ABI Research heraus.

Die Erfindung der eBooks und der Reader ist vergleichsweise alt. Über ein Jahrzehnt dümpelt das Thema nun schon in einer Nische des Technologiemarktes. Der Aufschwung kam erst, als sich voriges Jahr Amazon der Sache annahm und sowohl tonnenweise eBooks als auch mit dem Kindle einen eigenen Reader auf den Markt warf. Seitdem ist das Thema zumindest im angelsächsischen Raum eine kleine Erfolgsgeschichte: Weltweit werden laut ABI Research in 2012 etwa 15 Millionen eBook-Reader ausgeliefert.

Im Vergleich zu Smartphones oder Medienplayern ist das natürlich fast nichts. Immerhin glaubt ABI, dass 2013 dann schon 30 Millionen Geräte verkauft werden können. »Es hängt eben alles von den Inhalten ab. Das beweist der US-Markt, wo viele Buch-Neuerscheinungen wie auch Magazine oder Zeitschriften in einer digitalen Version zu haben sind«, differentiert Chefanalyst Jeff Orr. Ein Blick auf den deutschen Markt, wo die Buchverlage in breiter Front mauern, gibt ihm Recht: eBooks und Reader spielen hierzulande keine messbare Rolle.

»In zwei bis drei Jahren werden auch andere Länder und Sprachregionen dem englischsprachigen Vorbild folgen und Lesematerial digitalisieren. Dann erst wird der Markt signifikant. Losgehen dürfte es in Westeuropa«, zeigt sich der ABI-Manager optimistisch. Die Gerätemarke spiele dabei so gut wie keine Rolle, schließlich seien die Unterschiede in Form, Ausstattung und Funktion nur marginal.