Google startet eBook-Laden

Der Suchkrösus ist gewillt, sich mit Amazon und Apple im Kampf um den E-Book-Markt anzulegen. Heute startete er in den USA einen Online-Buchladen.

von Manfred Kohlen 0

Die Google-Meldungen brechen nicht ab: Das Unternehmen ist inzwischen so groß, das es sich erlauben kann, Vieles zu probieren und einige große Unternehmen zu kaufen, zuletzt den Videospezialisten Widevine. Schon Anfang November gab der Suchprimus bekannt, er erwäge größere Anschaffungen.  Der Kauf von Local-Search-Anbieter Groupon schien indes noch nicht funktioniert zu haben

Mit seinem neuen Angriffsszenario auf Amazon und Apple versucht Google nun, sich auch im E-Book-Markt zu positionieren – und startet seinen eigenen Online-Buchladen Google Editions. as Projekt sollte schon im Sommer starten, aber Google hat wieder einmal den richtigen Zeitpunkt gefunden, nachdem andere Anbieter den E-Book-Markt erst einmal aufbereitet hatten.

Auf dem Google eBookstore sind nun mehrere Millionen Bücher zu haben, kostenpflichtige wie kostenlose. Und wie ein Online-Dokument in den Google Apps lassen sich auch die Verknüpfungen zu erworbenen Buchtiteln speichern – so kann der Leser seine Bücher überall mit jedem Gerät abrufen – aus Googles Bücherregal in der Cloud.

Auf einen iPad oder Kindle ist man damit nicht mehr angewiesen. Google ködert den Leser zudem mit einem riesigen Angebot kostenloser Werke – von den drei Millionen Büchern sind nur mehrere Hunderttausend kostenpflichtig. Um erfolgreich zu sein, habe man gleich eine Allianz mit 4000 Verlagen geschmiedet, meldet Google.

Man sieht sich auch hier vor Allem als Suchmaschine, in der auch die Angebote beliebiger anderer Online-Bookstores gelistet werden. Der Kunde kann den Lesestoff in jedem Buchladen kaufen und dann in sein digitale Bücherregal stellen.

Wenn Googles Riesenbuchladen in den USA erfolgreich ist, soll er 2011 auch in anderen Ländern gestartet werden. Derzeit muss der Zugriff über die USA stattfinden, sonst leitet Google weiter zu Google Books. Das bekannte Google-Books-Projekt soll schließlich in den Buchladen einfließen – wenn der Rechtsstreit über die digitalisierten Werke glimpflich für den Suchprimus abläuft.

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