Die zehn spektakulärsten Datenverlustfälle 2010

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Die Datenrettungsexperten von Kroll Ontrack haben die außergewöhnlichsten Fälle veröffentlicht, mit denen sie dieses Jahr zu tun hatten.

»Von Katzenklos, berufstätigen Müttern und gesprengten Notebooks«  tituliert Kroll Ontrack seine Geschichte über die ungewöhnlichen Datenverluste medienwirksam. Das Böblinger Unternehmen ist auf die Wiederherstellung verlorener Daten spezialisiert – sei es bei Verlusten nach Brandfällen oder anderem Ungemach, das den Zugriff auf die Daten zerstören kann.

Auch im Jahr 2010 seien die Fälle aus der regelmäßign Liste »erstaunlich, überraschend und spektakulär – jedoch nicht aussichtslos«, meldet das Datenwiederherstellungs-Unternehmen.

Hier Platz 10 bis 1:

10. Kabelsalat mit Folgen –Als der Notebook-Akku seinen Geist aufgab, griff der unerfahrene Anwender blind hinter den Schreibtisch und schloss das erstbeste Kabel, das er finden konnte, an. Das Notebook verschmorte, aber die Daten waren zu retten.

9. Daten verschoben statt gesichert – Ein Kunde hatte Archivbänder auf Festplatten überspielen wollen und ein Backup gestartet, Vorbildlich, aber falsch konfiguriert – die Daten wurden nicht kopiert, sondern verschoben. Auch die Wiederherstellung ging schief – das vermeintliche Backup löschte Daten. Nur eine zufällige Sicherheitskopie der Bänder konnte alles wiederherstellen.

8. Erinnerungsstück gestohlen – Das Notebook mit den einzig vorhandenen Familienfotos wurde aus einem Warteraum im Krankenhaus gestohlen, der Dieb hatte gleich alle Daten gelöscht. Er wurde gefasst und die gelöschten Daten wiederhergestellt.

7. Verfettete Festplatte – Eine Festplatte aus einer Metzgerei war mit Schinkenresten verfettet. Sie musste zunächst »entfettet« werden und wurde mit Verdacht auf mechanisches Versagen in den Reinraum gebracht und dann erst die Daten wiederhergestellt.

6. Explosion durh Vergessen – Ein Vielflieger vergaß seine Notebook-Tasche auf dem Boden an der Espresso-Bar. Das verdächtige Gepäckstück wurde von der Flughafenpolizei gesprengt, um sicherzustellen, dass es kein Sicherheitsrisiko darstellt. Die Daten konnten trotzdem wiederhergestellt werden.

5. Überfahrene Daten – Eine Geschäftsfrau legte ihre Aktentasche, vergaß sie und fuhr sie beherzt aus der Garage. Das Notebook auf dem Autodach schaffte die Punktladung unter die Vorderräder des Autos – und ins Datenrettungslabor.

4. Digitales Katzenklo – Ein Mac blieb auf dem Boden, um den Akku zu laden. Das kleine Kätzchen nutze die Tastatur als Katzenklo. Das »roch nach Datenverlust«, meldet Kroll Ontrack nach der Wiederherstellung.

3. Afrikanisch und verbrannt – Ein Mann hatte Fotos von mehreren Monaten Leben in Afrika auf seinem Notebook gesichert und wollte die Bilder verkaufen. Dann brannte unglücklicherweise seine Wohnung ab – das Notebook konnte aus den Flammen gerettet werden, fiel dann aber die Feuerleiter herunter.

2. Das große Krabbeln – Bei einer Überschwemmung trieb ein Computer mehr als zwei Tage flussabwärts. Das Hochwasser und eine Ameise am Schreib-/Lesekopf erforderten »handwerkliche Reinraum-Techniken«, um die Daten wiederzuholen. Kroll Ontrack: »Die Ameise war jedoch nicht mehr zu retten«.

1. Nicht ganz dicht – Ein Mann wollte am Strand sein Notebook nicht unbeaufsichtigt lassen und nahm es mit zum Baden ins Wasser – verpackte es aber nur in eine Plastiktüte.

Videos der Top 5 stellt das Unternehmen auf seiner Website bereit.

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