ITespresso-Podcast 88 vom 03. Dezember 2010

Allgemein

Im Podcast sprechen wir über den Trubel, den die Veröffentlichung von Berichten amerikanischer Botschaften auf der Enthüllungsplattform Wikileaks ausgelöst hat. Außerdem geht es um die Wettbewerbsuntersuchung der EU gegen Google und die ungewisse Zukunft von Symbian.

Die Themen im Podcast

Ab dem 28. November wurden auf Wikileaks zahlreiche vertrauliche Depeschen veröffentlicht, die die amerikanischen Botschaften in den verschiedensten Ländern der Welt verfasst hatten. Das sorgte international für einige Verstimmung, wurde so doch offenbar wie die USA einige Politiker einschätzen. Zum anderen zeigte sich, dass gegenüber den US-Botschaften doch recht gerne und freizügig geplaudert wird, etwa über Konkurrenten in der heimischen Politik oder eigentlich vertrauliche Gespräche.

Daran zeigt sich erneut, wie schwierig es für Firmen und Behörden ist, interne Informationen zu schützen. Wenn ein Mitarbeiter es darauf anlegt, Daten mitzunehmen, wird er das in der Regel auch schaffen – auch bei aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen.

Für Wikileaks war die Veröffentlichung ein großer Erfolg, allerdings geriet die Website unter Beschuss und war teilweise wegen eines DoS-Angriffs nicht erreichbar. Später musste man sich sogar eine neue Heimat suchen, weil Amazon die Seiten wohl auf Druck der US-Politik von seinen Servern verbannte, auf denen sie bis dahin gehostet wurden.

Außerdem sprechen wir im Podcast über Google, das sich nun mit einer Wettbewerbsuntersuchung der EU-Kommission konfrontiert sieht. Der Suchmaschinenbetreiber soll seine eigenen Angebote in den Trefferlisten bevorzugt platziert haben und Konkurrenten schlechter, so die Vorwürfe. Sollte sich dies als wahr herausstellen, droht ein massives Bußgeld. Zudem wird Google wohl auch seinen Algorithmus gegenüber den Wettbewerbshütern offenlegen, was dem Suchmaschinenbetreiber nicht gefallen kann, handelt es sich doch um das Herzstück der Google-Suche.

Wie es mit Symbian weitergeht, ist noch nicht richtig klar. Nokia kündigte zwar an, das Betriebssystem künftig vor allem im Business-Bereich vermarkten zu wollen und im Endnutzerbereich auf MeeGo zu setzen, doch dass man die Symbian-Website dicht machen will, scheint kein gutes Zeichen. Schließlich gehen Symbian die Unterstützer aus, nachdem sich Samsung und Sony Ericsson verabschiedet haben. Allein Nokia steht noch hinter Symbian, die Frage bleibt, ob das reicht, um gegen Android und iPhone zu bestehen.

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Die drei Podcaster: Manfred Kohlen (ITespresso.de), Daniel Dubsky (ITespresso.de) und Maxim Roubintchik (Gizmodo)