Qimonda-Pleite: Nachspiel für Infineon

Die Pleite des Speicherchipherstellers Qimonda hat für den Mutterkonzern Infineon ein juristisches Nachspiel. Er soll Geld nachschießen, fordert Insolvenzverwalter Michael Jaffé und hat Klage eingereicht.

von Daniel Dubsky 0

Jaffé betrachtet die Ausgliederung des Speichergeschäfts in die Qimonda AG als wirtschaftliche Neugründung, über die Infineon beim Registergericht eine Erklärung hätte abgeben müssen. Da dies nicht geschehen sei, müsse Infineon den Betrag nachschießen, den das tatsächliche Gesellschaftsvermögen von Qimonda bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens unter dem Grundkapital lag – die so genannte Unterbilanzhaftung.

Wie hoch dieser Betrag ist, steht noch nicht fest. Mit der Klage soll lediglich die Zahlungsverpflichtung von Infineon festgestellt werden. Der Halbleiterhersteller hält die Klage jedoch für unbegründet und erklärte, die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Neugründung seien nicht gegeben gewesen. Und selbst wenn, sei die geltend gemachte Rechtsnachfolge »vollkommen unangemessen, da mit der Klage lediglich die Unterlassung einer registerrechtlichen Formalität gerügt« werde.

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