Nanotechnik aus Weihnachtsgewürz: Zimt statt giftige Chemie

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Zimt kann gefährliche Stoffe beim Herstellen von Nano-Elektronik ersetzen, schreibt ein Forscher der University of Missouri.

Gold-Nanopartikel in Elektronik und Medizinprodukten werden derzeit noch alle in einem Prozess gefertigt, der sehr giftige Chemikalien erfordert. Mit weiterer Verbreitung der Nanotechnologie könnt dies einen umweltschädlichen Nebeneffekt mit sich bringen, schreibt Professor Kattesh Katti, Fachmann für Radiologie und Physik bei der University of Missouri.

Katti hatte kürzlich bereits mit Sojabohnen ähnliche Effekte erreicht und wurde so zu einem der 25 einflussreichsten Forscher gekürt. Pünktlich zu Weihnachten, der Zeit der Zimtgewürze, hat er es mit diesen auch probiert. Sogar ohne den Gebrauch von Chemie und Strom können aus dem Vermengen von Goldsalzen und Zimt die erwünschten Gold-Nanopartikel entstehen. Aktive »Phytochemie«-Bausteine im Gewürz würden diesen Prozess ermöglichen.

Derzeit konzentriert sich die Forschung vor allem auf den medizinischen Einsatz: Gold-Nanopartikel sind im Kampf gegen Krebszellen aktiv. Die aktiven pflanzlichen Stoffe, die helfen, Nanopartikel zu erzeugen, fänden sich auch in Blättern, Pflanzensamen und Gewürzkräutern – und könnten auch bei der Verwandlung von anderen Metallen in Nanopartikel genutzt werden.

Etwa in solchen, wie sie in der IT gebraucht werden, erklärte er in einem Artikel in Pharmaceutical Research.

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