ARM wird 20 Jahre alt

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Ein Woche der Jubiläen: Am Sonntag wurde Windows 25 Jahre alt, am Montag konnte IBM Deutschland seinen hundertsten Geburtstag feiern. Und am Dienstag feierte ARM sein 20jähriges Bestehen.

ARM6 ist kein neuer Prozessor, sondern der Name eines neuen Gebäudes in der britischen Universitätsstadt Cambridge, dem Geburtsort der Chipschmiede. Das neue 2700-Quadratmeter-Haus hat man sich gestern selbst zum Zwanzigsten geschenkt. Es soll die neue Abteilung für stromsparendes »Multimedia-Processing« beherbergen.

Die Erfinder des offenen Chipdesigns, die vor allem an Lizenzen zu ihren erweiterbaren CPU-Verdrahtungen verdienen, starteten als Ausgründung von Acorn mit Geldern von Apple und VLSI und nannten sich »Advanced RISC Machines«. RISC (»Reduced Instruction Set Computing«) ist dabei nur noch eine von vielen Techniken, die jetzt in ARM-Chips aktiv sind.

Der erste Vorläufer kam noch aus dem Hause Acorn, seine ersten Logiken wurden im damals staatlich geförderten BBC Basic programmiert:

Ihr Personal, das sich anfangs kaum selbst ernähren konnte, rekrutierten die Chipdesigner häufig an der lokalen Uni durch viele gemeinsame Forschungsprojekte. Dass sie jemals so erfolgreich werden könnten, hatten die Macher sich damals nicht erträumt: Mehr als 20 Milliarden CPUs auf ARM-Basis würden nun weltweit in Geräten stecken, meldet die Firma stolz, viele davon befinden sich in Mobiltelefonen.

Nun ist ARM Marktführer bei stromsparenden Prozessoren und will dies bald bei stromsparenden Grafikchips werden – die Anfänge dazu sind, auch auf ARM-Basis, schon in NVidias Tegra-Chips zu sehen.

Bei dem Geldsegen von verschiedenen Herstellern kann das Unternehmen spendabel sein und finanziert zahlreiche Startups vor allem in näherer Umgebung. Aus ARM-Geldern sind so schon einige Umwelt-, Sozial- und Technikprojekte entstanden.

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