Schon wieder Wikileaks: Der nächste Coup soll eine »große US-Bank« bloßstellen

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Das »Ökosystem der Korruption« nennt Wikileaks-Gründer Julian Assange, was er in den Dokumenten einer US-Bank vorgefunden hätte. Im Januar müssten sich die US-Banken mächtig fürchten, sagt er.

So ähnlich wie beim Korruptionsskandal um das US-Unternehmen Enron gehe es wohl bei der Bank zu, deren Namen Assange jetzt noch nicht nennen wollte. In einem Interview mit der Wirtschaftszeitung Forbes nannte er ein »Megaleck« bei einer großen US-Bank, das zehntausende Geheimdokumente offenlege. Und deren Publikation werde wohl »ein oder zwei Banken« mit ins Verderben reißen.

Nun also wolle Assange Anfang 2011 eine Großbank und das unethische Verhalten ihrer Manager anprangern, erklärt er in dem Interview, das am späten Montagabend online erschien. Man könne es »Ökosystem der Korruption« nennen, angeprangert würden nur »ungeheuerliche Übertretungen« und »unethische Praktiken« –  aber kriminalisieren wolle man natürlich niemanden. Das werden schon die Medien tun, wenn Wikileaks die Dokumemte veröffentlicht hat.

Das Interview sei schon im November geführt worden, heißt es in Forbes, doch die jetzt veröffentlichten diplomatischen Depeschen hätten wohl erst eimal mehr Priorität gehabt, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Den Medienrummel, den der Australier mit seiner Website aufwirbelte, nehmen die Nachrichtenagenturen und Zeitschriften gleich mit, um jetzt schon über »das nächste große Ding« von Wikileaks zu berichten. Wer mehr wissen will, muss allerdings noch bis Januar warten – sofern sich nicht vorher auch ein Leck bei den Wikileaks auftut.

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