Wikileaks-Veröffentlichung als »11. September der Diplomatie«?

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Um schneller Informationen austauschen zu können, hatte die Bush-Regierung nach dem 11. September 2001 den Zugang zu Informationen erweitert – nun hätten zu viele Menschen Zugang zu eigentlich geheimen Infos, erklärte der frühere US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum.

Die Wikileaks-Veröffentlichung diplomatischer Depeschen der US-Regierung hat weltweit Reaktionen hervorgerufen – die einen sehen es als nicht ernstzunehmendes Getratsche, die anderen als Angriff und wieder andere als diplomatische Katastrophe.

Die Redaktion von Die Welt online hat nun eine Zusammenfassung der Berichterstattung von mehreren Nachrichtenagenturen veröffentlicht, die wiederum bei den verschiedenen betroffenen Ländern und Politikern nachfragten, wie sie die Wikileaks-Veröffentlichungen  sehen.

Die ehrlichste Aussage zum Thema Datenschutz kam vom früheren US-Botschafter in Deutschland John Kornblum: Die Dokumente seien echt und seien nur deshalb an die Öffentlichkeit gedrungen, weil es zu viele Menschen im Regierungsapparat gegeben habe, die Zugriff auf die Daten hätten. Es sei ein Fehler gewesen, in der Panik nach den Anschlägen vom 11. September 2001 den Informationsaustausch zwischen den Behörden durch Rechte-Erweiterung zu beschleunigen.

Zu viele Menschen hätten darauf zugreifen können, und nur so sei es zu den Informationslecks gekommen.

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