Zu viele Beschwerden? Google startet Altersfreigabe im Android-Market

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Bald soll die Alterszuordnung von Android-Apps eingeführt werden. Sie soll für alte und neue Apps gelten – angeblich hatten viele Nutzer danach gefragt.

Google-Entwickler Eric Chu schreibt im Android Developers Blog, dass die Android-Anwendungen künftig in die Zuordnungen »Alle«, »Kinder«, »Teenager« und »nicht jugendfrei « fallen. Eine Sortierung nach Altersgruppen helfe den Nutzern, die passenden Apps zu finden.

Für jedes Land sind die akzeptierten Einordnungen natürlich anders. Für Deutschland etwa gibt es einen Artikel bei der Android-Hilfe, der Anwendungen zu den Themen Drogen, Alkohol oder Tabak zu »Teenager« oder »nicht jugendfrei« zuordnen würde. In den USA wäre womöglich alles »nicht jugendfrei«.

Entwickler müssen ab 29.11. ihre Anwendungen selbst zuordnen, für alle älteren Apps gibt Google mehrere Wochen lang als Übergangsfrist zum Nachbearbeiten. Alle Apps, die nicht zugeordnet werden, will Google dann auf »nicht jugendfrei« umstellen.

Ob die Auswahl später überprüft wird, ist noch nicht klar – Google ist in dieser Hinsicht bisher recht offen, doch die neue Einordnungspolitik könnte Gesetzeshüter erst einmal ruhigstellen – und den schwarzen Peter an der Applikations-Entwickler weiterreichen, sollte sich einmal jemand beschweren. Maßgaben wie das Verbot von Standortabfragen für allen zugängliche Apps oder das Untersagen von Hassreden in für nicht Erwachsene eingeordnete Apps sollen ein wenig mehr Klarheit für den Anwender bringen, ohne die freie Meinungsäußerung ganz auszugrenzen.

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