Report: Technik ist etwas für die Reichen

Politik

Techniknutzung ist unfair verteilt, findet das »Pew Internet and American Life Project«. In seinem neuesten Report spricht die Organisation von ungleicher Internet- und Technikspielerei-Nutzung zwischen arm und reich.

Haushalte mit höherem Einkommen surfen mehr und haben mehr technische Gadgets, beteuern die Marktforscher sogar unter Angabe von konkreten Zahlen.

Der Unterschied ist in der Studie klar quantifiziert: So haben 93 Prozent der Gutverdiener eine Breitbandverbindung zuhause; verdient der Haushalt weniger als 75.000 US-Dollar im Jahr, sinkt dieser Anteil auf 85 Prozent.

Die Reicheren würden zudem mehr Aufgaben über das Internet erledigen. »Wer finanziell besser gestellt ist, ‘kapitalisiert’ die Internet-Nutzung auch mehr«, meint Marktforscher Jim Jansen. »Wer weniger Geld hat, nutzt auch weniger das Netz«.

Noch weiter untersucht, weitet sich die Kluft zwischen arm und reich noch mehr:  Haushalte mit mehr als 150.0000 Dollar im Jahr nutzen das Internet 30 Prozent mehr und E-Mail 25 Prozent mehr als niedrigere Einkommensgruppen.

Damit haben die Politiker, die einen speziellen Internetbonus für Ärmere oder ländlichere US-Bürger einführen wollen (der Gesetzentwurf liegt vor), Rückenwind in klaren Zahlen. Diese sagen auch etwas über Handy-Gesprächsminuten, Onlinezeit, Computer und Gadgets in verschiedenen Einkomngruppen – und sehen hier gewaltige Unterschiede.

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