IT-Messe in München: Fujitsu trumpft auf

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Auf der Visit 2010, einer Messe für Geschäftspartner und Kunden, will Fujitsu seine Bedeutung als Global Player demonstrieren. Nahezu das gesamte Topmanagement ist angereist, um Strategie und Produkte vorzustellen.

Wenn von den Großen der IT-Branche die Rede ist, dann werden meistens HP, Dell oder IBM genannt. Dass auch Fujitsu zu den Großen gehört, wird dabei häufig übersehen. Dabei verzeichnet der Konzern einen Jahresumsatz von 50 Milliarden US-Dollar, steckt 2,5 Milliarden Dollar in die Forschung und beschäftigt weltweit 172 000 Mitarbeiter.

Gäste aus 60 Ländern: Der Eingangsbereich der Visit 2010 in München

Die globale Aufstellung von Fujitsu ist auch auf der Visit 2010, dem IT-Forum für Kunden und Geschäftspartner zu spüren. 7000 angemeldete Gäste aus 60 Ländern verbreiten auf dem Messegelände München internationale Atmosphäre. Die englischsprachige Präsentation von CEO Rolf Schwirz wurde in fünf Sprachen übersetzt: Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Japanisch. Die zweitägige Veranstaltung steht unter dem etwas ungelenken Motto »shaping tomorrow with you«. Offensichtlich hat keiner Fujitsu gesagt, dass englischsprachige Werbeslogans in Deutschland häufig gar nicht verstanden werden.

Erster Auftritt als CEO
Die Hauptthemen der Visit 2010 setzte CEO Rolf Schwirz in seinem Eingangsvortrag, in der IT-Branche gerne auch als Keynote bezeichnet. Schwirz ist erst seit Anfang Oktober im Amt. Sein erster großer Auftritt als CEO ist Schwirz gut gelungen. Souverän und locker, ohne Spickzettel erzählte er dem vollbesetzten Auditorium, wohin bei Fujitsu die Reise gehen soll und präsentierte aktuelle Highlights aus dem Produkt-Portfolio.

Eine gute Rede macht noch keine erfolgreiche Geschäftsstrategie. Ob es Schwirz in den nächsten Monaten gelingt, auch hier die Weichen richtig zu stellen, wird sich zeigen.

Mehr Datenschutz beim Cloud Computing
Ein Hauptthema von Schwirz` Vortrag war Cloud Computing. Dass diese Technologie auch bei Fujitsu in den nächsten Monaten die Hauptrolle spielen wird, ist keine große Überraschung. Dabei will das Unternehmen verstärkt auch die Sicherheitsbedenken der Kunden berücksichtigen.

Fujitsu-Chef Schwirz stellt einen kompakten Primergy-Server vor.

Anlass hierfür ist eine Studie, die Fujitsu in Auftrag gegeben hat. Die kommt zu dem unmissverständlichen Schluss, dass viele Anwender ihre Daten nur höchst ungern irgendwelchen »Servern in der Wolke« anvertrauen, von denen sie nicht einmal wissen, in welchem Land sie stehen. Das Misstrauen gegenüber großen datensammelnden IT-Konzernen und staatlichen Ermittlungsbehörden ist groß. Mehr Details zur Studie und Fujitsus Cloud Computing-Konzept lesen Sie in Kürze auf ITespresso.de

Kompakte Server für kleine Unternehmen
Kein CEO-Auftritt ohne Produktvorstellung. Schwirz rollte publikumswirksam und eigenhändig einen neuen Server aufs Podium. Den stellte Schwirz als »grünes Datenzentrum in-a-box« vor. Der Primergy BX400 soll besonders energieeffizient arbeiten.

Rein technisch gesehen handelt es sich um ein Blade-System für mittelständische Unternehmen, das bis zu acht Server- oder Storage-Blades aufnehmen kann. Außerdem hat Fujitsu mit dem Primergy MX130 S1 auch einen Mikroserver im Sortiment. Der rund 300 Euro teure Rechner arbeitet mit einem AMD-Prozessor und soll als File-, Web- und Printserver dienen.

Investitionen in Forschung & Entwicklung
Die großen IT-Konzerne wie IBM, Microsoft oder HP investieren auch große Summen in den Bereich Forschung und Entwicklung (R & D, Research & Development). Das hilft sich als technologischer Vorreiter zu profilieren, ist gut fürs Image und gelegentlich springt auch das ein oder andere konkrete Produkt dabei heraus.

Auch bei Fujitsu ist das nicht anders. Auf der Visit demonstrierten Fujitsu-Mitarbeiter ihre spannendsten Projekte. Darunter Health Management-Lösungen, neue Content-Filtering-Konzepte, die das Versenden von Firmengeheimnissen per Mail verhindern sollen – und einen Teddybären, der auf Mimik und Gestik reagiert.  Schließlich soll das Publikum auch sehen, dass sich 2,5 Milliarden US-Dollar, die Fujitsu in die Forschung steckt, auch gelohnt haben.

Weitere Informationen hierzu in Kürze auf ITespresso.de.

Auf der Visit 2010 trumpft Fujitsu mit der ganzen Palette an IT-Themen auf.

Topmanager am laufenden Band
Rolf Schwirz war übrigens nicht der einzige Topmanager, der sich auf der Visit in München zeigte. Nahezu die gesamte Führung des Unternehmens war im vollen Ornat ihrer beeindruckenden Job-Titel angetreten. Es gab Reden oder Präsentationen von Satoru Hayashi (Executive Vice Chairman), Richard Christou (Corporate Senior Executive Vice President), Bengt Engstroem (CEO Fujitsu Nordic), Roger Gilbert (Chief Executive Officer, UK & Ireland) und Kazuo Murano (Chairman Fujitsu Laboratories). Die anwesenden Kunden und Geschäftspartner durften sich geschmeichelt fühlen.

Die Veranstaltung geht heute abend zu Ende.

Weblinks
Fujitsu Deutschland
Fujitsu Primergy-Server
Visit 2010