Schäden an Notebooks kosten deutsche Firmen über 1 Milliarde Euro pro Jahr

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Notebooks sind portabel und daher viel unterwegs, was dazu führt, dass sie weit häufiger beschädigt werden als Desktop-PCs. Deutsche Unternehmen kostet das laut einer IDC-Studie im Auftrag Panasonic pro Jahr 1,16 Milliarden Dollar.

Ausgangspunkt war eine Untersuchung in den USA, nach der 9,5 Prozent aller Notebooks in Firmen jedes Jahr zur Reparatur müssen. Ursache sind Unfallschäden, weil die Geräte herunterfallen, mit Wasser oder Kaffee übergossen werden oder ihr Besitzer mit ihnen irgendwo aneckt. Die Zahlen hat IDC auf den deutschen Markt übertragen, wo man in Unternehmen von einer Installationsbasis von 7,07 Millionen Notebooks ausgeht. Rund 671 000 von ihnen müssen demnach pro Jahr repariert werden.

Dazu kommen Hardware-Schäden, die ohne einen Unfall entstanden sind, so dass man bei IDC auf jährlich über eine Million reparaturbedürftige Notebooks kommt. Die durchschnittlichen Ausfallkosten beziffern die Analysten mit 1727 Euro, wobei hier nicht nur die reinen Reparaturkosten einfließen, sondern auch Fixkosten für Support-Verträge, der Zeitaufwand für die Reparatur und Wiederherstellung aller Daten sowie die Zeit, die der Mitarbeiter nicht wie gewohnt arbeiten konnte. Möglicherweise entgangene Umsätze oder andere Folgeschäden wie unzufriedene Kunden hat man unberücksichtigt gelassen.

Deutschen Unternehmen entstehen so Ausfallkosten von 1,73 Milliarden Euro pro Jahr. Betrachtet man lediglich die Ausfallkosten der Notebooks, die durch Unfälle beschädigt werden, sind es immerhin noch 1,16 Milliarden Euro. Es kann sich also durchaus lohnen, die Mitarbeiter an einen sorgsamen Umgang mit ihrem Arbeitsgerät zu erinnern oder für Mitarbeiter, die viel unterwegs sind, robustere Geräte zu beschaffen.