Virenscanner Clamwin zerschießt Windows-Installationen

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Nach einem Update verschob der kostenlose Virenscanner Clamwin zahlreiche Systemdateien von Windows in die Quarantäne und machte die Systeme dadurch unbrauchbar.

Das Problem im Virenscanner hat man mittlerweile behoben, Schwierigkeiten bereitet es nun allerdings vielen Nutzern, ihre Windows-Installationen wiederherzustellen. Zwar hat der Hersteller ein kleines Tool veröffentlicht, das mithilfe der Infos aus dem Logfile die betroffenen Dateien aus der Quarantäne zurück an ihren Platz kopieren kann. Doch das Logfile ist nur maximal 1 MByte groß und enthält daher in vielen Fällen nicht die notwendigen Informationen für alle verschobenen Dateien. Zumindest in einigen Fällen lassen sich jedoch weitere Loginfos aus temporären Verzeichnissen fischen.

Ein Wiederherstellen aller Dateien von Hand ist quasi unmöglich, da tausende, in einigen Fällen sogar zehntausende Dateien verschoben wurden. Der Hersteller bezeichnet denn auch das Einspielen eines Backups als die beste Option. Für die nächste Programmversion hat man bereits angekündigt, die Quarantäne-Funktion zu überarbeiten, so dass sich Änderungen am System auch ohne Logfile rückgängig machen lassen.