Unternehmen löschen Daten nicht oder nicht richtig von alten Rechnern

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Einer Umfrage von Kroll Ontrack zufolge löschen viele Unternehmen die Daten auf den Festplatten alter PCs nicht oder nicht zuverlässig genug. Das kann zum Problem werden, da die Geräte in vielen Fällen an Dritte weitergereicht werden.

So werden die Rechner beispielsweise verkauft oder den Mitarbeitern überlassen. Stattliche 22 Prozent der Befragten konnten nicht genau sagen, was mit dem letzten PC passiert ist, der in ihrem Unternehmen ausgemustert wurde.

26 Prozent der Befragten wissen nicht, ob und wie die Daten von den Festplatten gelöscht werden, bevor man die Rechner abgibt. So können sensible Firmendaten in die Hände Dritter gelangen. Doch diesem Risiko unterliegen auch viele Firmen, die sich um die Vernichtung der Daten kümmern, weil ihre Methoden nicht zuverlässig sind. So begnügen sich 24 Prozent mit dem einfachen Löschen der Daten oder dem Formatieren der Datenträger – die Daten verbleiben dabei jedoch auf der Platte und können leicht wieder hergestellt werden. Selbst das physikalische Zerstören der Laufwerke, auf das 17 Prozent der Befragten setzen, bietet keine völlige Sicherheit. Man selbst stelle seit 25 Jahren die Daten von zum Teil extrem zerstörten Laufwerken wieder her, erklärt Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack.

Laut Umfrage setzen nur 19 Prozent der Befragten eine Datenlöschungssoftware, gar nur sechs Prozent einen Degausser, der die Platten durch Entmagnetisierung unlesbar macht.

»Datenlöschung ist ein Grundpfeiler, um Gesetze und Richtlinien zu Datenschutz und Privatsphäre einzuhalten und zu verhindern, dass Daten in die falschen Hände geraten«, so Böhret. »Die Vertraulichkeit digital vorhandener Geschäftsdaten ist ein Muss – unabhängig von der Unternehmensgröße. Entsprechende Lösungen, die sicherstellen, dass Daten endgültig gelöscht werden, gilt es in die allgemeinen Pläne für Datensicherheit und Business Continuity zu integrieren.«