Aktien: Google-Suchen sagen Handelsmengen voraus – aber nicht die Kurse

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Forscher sehen das Handelsvolumen an Finanzmärkten und die »Intelligenz der Massen« (also Google-Suchen) in engem Zusammenhang. Auf Aktienkurs-Vorhersagen könne man aber nicht setzen.

Eine gemeinsame Forschung der University of Boston und der Johannes-Gutenberg-Universität in Bonn ergab: Bewegungen an Finanzmärkten und Google-Suchanfragen sind tatsächlich miteinander verwoben.

Tobias Preis und Daniel Reith aus Deutschland hatten gemeinsam mit Eugene Stanley aus den USA untersucht, wie Finanzmärkte und Suchbegriffe wirklich miteinander verbunden sind:  Vergleicht mit der Menge der Suchen nach einer bestimmten Firma mit der Menge der Finanzmarkt-Transaktionen zur gleichen Fima, sieht man sofort einen Zusammenhang.

Die Suchtrends und die Börsentrends passen zusammen: Viele gegenseitige Abhängigkeiten und Unterabhängigkeiten interagieren hier, erhöhtes Handelsvolumen zieht eine größere Menge von Suchen nach sich – und umgekehrt.

Doch das deutsch-amerikanische Team warnt:  Google-Suchen sind kein geeignetes Mittel, um die Marktkapitalisierung eines Unternehmens vorherzusagen.

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