Websense warnt: Dramatischer Anstieg verseuchter Websites

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Der Missbrauch von Suchmaschinen-Optimierungen breite sich alarmierend aus und sei für eine wachsende Zahl von verseuchten Internet-Portalen verantwortlich, meldet der jüngste Websense-Report.

Die Analysten haben das laufende Jahr bereits ausgewertet und kommen zu dem Schluss, dass sich die Datendiebe geschicktere Taktiken zugelegt haben. Vor allem ihre Bemühungen in Sachen »Black Hat Search Engine Optimisation« legte das Fundament für eine dramatische Verbreitung von Schadcode in regulären Webseiten.

Daher bestehe der »Websense 2010 Threat Report« für den Internet-Nutzer fast nur aus schlechten Nachrichten: Die Zahl verseuchter Sites erhöhte sich gegenüber 2009 um erschreckende 111,4 Prozent. Fast 80 Prozent der befallenen Seiten seien ganz reguläre Adressen. Vorbei die Zeiten, wo nur Schmuddelseiten oder die dunklen und illegalen Ecken des Internets verseucht waren.

»Diese massive Angriffswelle funktioniert bislang ganz gut für die bösen Jungs. Sie haben ihre Methoden verbessert und greifen nun sogar schon sehr große Hosting-Unternehmen an«, erzählt Websense-Manager Patrik Runald. Das größte Risiko unter den Internet-Surfern tragen laut Analyse die Leser von Top-Schlagzeilen. Wer hinter den heißesten News her sei, habe eine 22,4 Prozent hohe Chance, dabei auf einer verseuchten Seite zu landen. Pornofans dagegen müssen in 21,8 Prozent der Fälle damit rechnen, Malware zu begegnen. Das Risiko der Online-Shopper liege nur halb so hoch.