Siemens IT Solutions mit neuem Chef

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Siemens erklärte heute, dass Christian Oecking nun Vorsitzender der SIS-Geschäftsführung ist. Er hatte maßgeblich dazu beigetragen, das sinkende Schiff durch unpopuläre Maßnahmen wieder marktfähiger zu machen.

Der in den Augen mancher konkurrierenden Systemhäuser immer noch viel zu große IT-Dienstleister von Siemens musste in vergangener Zeit tausende von Stellen abbauen und versuchte dies »sozialverträglich« , also auch mit guten Abfindungen, durchzuführen. Verantwortlich für die Verschlankung war Christian Oecking, der zuvor bezeichnenderweise die Outsourcing-Abteilung leitete.

Nun also ist der Mann, der seit Ende 2009 kommissarisch die Leitung übernahm, offiziell zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Siemens IT Solutions and Services GmbH (SIS)  ernannt. Das hat das Unternehmen heute in einer Pressemitteilung per E-Mail mitgeteilt.

Von Oecking mit initiierte »Maßnahmen zur Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität« scheinen erfolgreich abgeschlossen zu sein, die SIS komplett aus Siemens (gegen Widerstand) als eigenständige Firma ausgelagert. Neu formiert wurden die Geschäftseinheiten für IT-Outsourcing und IT-Lösungen, deren Tätigkeiten und Vertrieb jetzt nach Branchen und Regionen aufgeteilt wurden.

Als ehemaliger EDS-Mitarbeiter kennt er wohl das IT-Servicegeschäft und weiß, dass er jetzt investieren muss, um das Schiff über Wasser zu halten – für Deutschland seien hierzu 50 Millionen Euro bis 2012 vorgesehen, weltweit fünfhundert Millionen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Investitionen fließen vor Allem in weitere Umbaumaßnahmen, die wohl nötig sind: Vom Geschäftsjahr 2008/09 auf das Geschäftsjahr 2009/10 sank der Umsatz um mehr als eine halbe Milliarde Euro.

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