Red Hat: Virtualisierung mit Enterprise Linux 6

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Etwa zehn Jahre Entwicklungszeit stecken im jüngsten Betriebssystem des Hauses, das soeben auf einer Pressekonferenz in San Francisco vorgestellt wurde.

Paul Cormier, Produkt-Präsident bei Red Hat, betonte die Bedeutung von Enterprise Linux 6: »Eine Dekade an Erkenntnis und Wissen stecken in diesem Projekt. Wir wollten damit den Unternehmen die Open-Source-Technologie optimal aufbereiten.«

Ganz oben auf der Liste neuer Fähigkeiten setzte das Entwicklerteam die Skalierbarkeit. Daher könne Red Hat Enterprise Linux 6 (RHEL 6) problemlos bis zu 16 TByte RAM, 4.096 Prozessoren und 100 TByte an Speicherplatz adressieren. Damit sollen Firmen fit für die Virtualisierung sein, für die zunehmend riesige Infrastrukturen und die modernen Multi-CPU-Server eingesetzt werden. Um da auch gleich Flaschenhälse zu vermeiden, besitzt das OS die »Non Uniform Memory Architecture«, die Speicher- und Prozessor-Zustand besser abbildet und deren Setup und Verwaltung erleichtere.

Mit den Verbesserungen gerade für anspruchsvolle IT-Umgebungen sei RHEL 6 nun in der Lage, die letzten Firmenkunden von alten Unix- oder Solaris-Plattformen wegzulocken. »RHEL 6 erweitert schlicht die Reichweite von Linux«, bringt es Vizepräsident Jean Bozman auf den Punkt. Red Hat wolle sich nun darauf konzentrieren, die individuellen Szenarien und Erfordernisse der unterschiedlichsten Unternehmen kennen zu lernen, um das neue System auf die jeweiligen Workload-Bedürfnisse anzupassen und zu optimieren.