Gegenschlag: Motorola reicht Klage gegen Microsoft ein

Der Handy-Hersteller schlägt zurück: Anders als Microsoft verklagt Motorola den Software-Riesen nicht wegen unfairer Praktiken, sondern wegen konkreter Patentmissbräuche.

von Manfred Kohlen 1

Die Ankündigung der Gegenklage Motorolas in Sachen Smartphone-Patenten wird von Motorolas Intellectual-Property-Chef Kirk Dailey mit den Worten geschlossen, dass es sehr unglücklich für MS gewesen sei, gleich vor Gericht zu gehen statt erst einmal zu verhandeln. Zwischen den Zeilen liest es sich, also ob Motorola nicht geklagt hätte, wenn Microsoft erst einmal Kontakt aufgenommen hätte.

Patentszene-Beobachter Florian Müller hat auf seinem Patentblog gleich eine neue Analyse veröffentlicht. Fazit: »Das alles kann sich sehr schnell hochschaukeln«.

Wer sich die umstrittenen Patente genauer ansieht, merkt: Motorola hat schon seit langer Zeit Patente für Techniken im Handy-Umfeld, die inzwischen auch in der Computerbranche gang und gäbe sind. Die Konvergenz der Medien und Geräte ist also inzwischen zum Schlachtfeld mutiert – Brot und Spiele wie im alten Rom!

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