Femtocells: Nokia Siemens und Ubiquisys kooperieren

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Die beiden Anbieter wollen gemeinsam mit ihrem Gewicht praktisch einen Standard setzen, um die Telekom-Provider von ihrer Technik zu überzeugen.

Nokia Siemens Networks ist nicht gerade ein kleiner Telekommunikationsausrüster und bei Ubiquisys sitzt indirekt Google mit im Boot, die neulich für eine kräftige Finanzspritze sorgten (wir berichteten). Gemeinsam will das Duo nun die Femtocell-Verbreitung vorantreiben und nach dem Jahreswechsel eine kombinierte Offerte auf den Markt bringen. Dabei will Nokia Siemens sein Netzwerk-Equipment einbringen und Ubiquisys die eigentlichen Femtocells beisteuern. Momentan würden schon 20 Telekom-Betreiber diese Produktkombination praktisch testen.

Femtocells sind kleine Basisstationen, die in Gebäuden verteilt und mit dem Breitband-Internet-Router verbunden werden. Das verspricht am kabellosen Endgerät eine bessere Sprachqualität beim Telefonieren sowie mobiles Breitbandsurfen vom Smartphone oder Notebook aus. Die Technik sei den heutigen WLAN-Lösungen deutlich überlegen. Außerdem würde bei einer größeren Verbreitung von Femtocells die Notwendigkeit entfallen, eine ganze Stadt mit einem (schwächeren) mobilen Network zu überziehen.

Nokia Siemens und Ubiquisys bemühen sich bei ihrer integrierten Lösung, möglichst vielen Standards gerecht zu werden, um in vielen Ländern einsetzbar zu sein und die Provider von ihrer Technik zu überzeugen (Stichwort Betriebssicherheit). Genau dieser Ansatz trage nun zur Verbreitung bei, bestätigt Simon Saunders, Vorstand des Femto Forums.