Oracle verteuert den Support für MySQL

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Aus der SAP-Schlappe mit den plötzlich steigenden Supportkosten hat der Hauptkonkurrent offenbar keine Schlüsse gezogen. Jedenfalls verdoppeln sich für manche MySQL-Firmenkunden die Kosten.

Als Sun Microsystems noch eigenständig war, wurden die günstigen Basic- und Silver-Pakete eingeführt, um Neukunden zu gewinnen und auch kleinere Firmen anzulocken. Da gab es den Support schon ab einer Jahresgebühr von 599 Dollar. Diese Einstiegsoptionen hat Neubesitzer Oracle nun komplett abgeschossen. Ab sofort gibt es für die Betreuung der Datenbanken als Minimum den Standard-Support, der mindestens 2.000 Dollar im Jahr kostet. Pro Server.

Das dürfte insbesondere die Start-ups sowie kleine bis mittlere Unternehmen treffen, die meist nur über knappe Budgets verfügen. Auch am oberen Ende gab es empfindliche Preissteigerungen: Aus dem Platinum-Support-Paket von Sun für knapp 5.000 Dollar wurde nun die »Cluster Carrier Grade Edition« für schlappe 10.000 Dollar. Immerhin gelte nun die Regel: je teurer das Bundle aus Softwarelösung und Support, desto mehr Funktionalität beinhalte es auch.

Der krasse Preisanstieg dürfte Wasser auf die Mühlen jener Kritiker sein, die Oracles Strategie und Motive hinsichtlich der Sun-Produkte infrage stellten.  Wohl auch deshalb hatte sich schon ein Teil der MySQL-Mannschaft abgesetzt und gemeinsam das neue Start-up SkySQL gegründet (wir berichteten).