Studie: Daten-Globalisierung in die Cloud wirtschaftlich riskant

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Die Wirtschaftsberatung Price Waterhouse Coopers sieht Datenschutz als wichtigsten Kritikpunkt und als größte Hemmschwelle für Cloud-Computing-Anbieter in Deutschland.

Die PwC-Studie fasst die Befragung zahlreicher Cloud-Lösungs-Anbieter zusammen: Die möglichen Kostenvorteile der Cloud für Unternehmen könnten leicht zu viel teureren Kostenraketen mutieren.

Mit der Verlagerung von Daten auf Server im Internet steige das Risiko externer Angriffe, meinen die Cloud-Anbieter und bestätigen damit auch die Befürchtungen zahlreicher potenzieller Cloud-Kunden. Unternehmensnutzer müssten also im eigenen Interesse die Sicherheitsvorkehrungen der Provider genau kennen und prüfen, meint Markus Vehlow, PwC-Experte für Cloud Computing: »Sonst drohen finanzielle Schäden, die die Kostenersparnis, die Cloud Computing zweifellos bietet, bei weitem überschreiten können.«

Die Studie ergibt unter anderem, dass derzeit nur 55 Prozent der Anbieter in Deutschland für ihre Dienste Server im Inland nutzen. Lediglich 30 Prozent der befragten Anbieter speichern Daten ausschließlich hierzulande. PwC: »Nach EU-Recht dürfen Unternehmen Daten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum nur dann nach außen übermitteln, wenn bei den Empfängern ein entsprechendes Datenschutzniveau existiert«. Das gelte etwa in den USA nur, wenn sich die jeweiligen Betreiber dem »Safe-Harbor«-Regelwerk des US-Handelsministeriums unterworfen haben.

Zahlreiche weitere interessante Einsichten in die technisch, juristisch und wirtschaftlich zu prüfenden Aspekte des Cloud Computings finden sich in der Studie »Cloud Computing – Navigation in der Wolke«, die kostenlos als PDF bereitsteht. Eine der Einsichten der Studie: Eine Vertragsgestaltung zu Cloud Computing ist so kompliziert, dass sie eigentlich derzeit kaum seriös und vollständig möglich ist.

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