Microsoft verlangt Patentgebühren von Android-Netbook-Herstellern

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Acer und Asus erhielten nicht ganz nette Post von Microsoft: Sie sollen Lizenzgebühren für Microsoft-Patente  bezahlen, wenn sie die entsprechenden (patentierten) Techniken in Android-Netbooks einbauen.

MS hat offenbar Angst vor Android-Geräten – und will durch das US-Patentsystem die taiwanischen Hersteller Acer und Asus dazu zwingen, keine Android-Netbooks zu produzieren.

Alle tragbaren Geräte, etwa Smartphones, Netbooks und Tablets, die Android oder ChromeOS nutzen, würden Microsoft-Patente für E-Mail-, Multimedia- und andere Funktionen missbrauchen, heißt e da. Der offensichtliche Versuch, die großen Hersteller von der Nutzung der Google-Software abzuhalten, folgt auf kürzliche Nennungen der Hersteller, wie viel Geld sie sparen würden, wenn sie auf Microsoft und Intel verzichten würden. Vermutlich setzte das der Panik Microsofts die Krone auf, nachdem schon eine Woche vorher viele Smartphone-Hersteller dem Microsoft-System eine Abfuhr erteilten: die R&D-Budgets seien schon auf Jahre für Android-Geräte vergeben.

Acer und Asus würden jammern, dass MS ganz klar darauf hinarbeite, die Google-Konkurrenz bei ihnen zu verbannen, berichtet das taiwanische Haus-und-Hof-Medium der Hersteller, die Digitimes. Doch weil beide noch viel Geld mit Windows-Geräten verdienen, wagt es noch keiner, eine Kartellklage wegen Ausnutzung der Microsoft-Marktmacht anzustrengen.

Acer und Asus haben es insofern schwer, als ein weiterer Taiwaner,  HTC, bereits Microsoft-Lizenzen bezahlt. Da die ausgelieferten Android-Mengen bei Asus und Acer sehr gering seien, tue Microsoft dies wohl mehr aus politischen und nicht aus wirtschaftlichen Gründen. Die 10 Dollar, die man pro Android-Gerät an Microsoft zahlen müsse, fielen kaum ins Gewicht meint Digitimes, billiger als Windows ist es allemal. Doch vielleicht ist es nur ein Warnschuss des Softwareriesen?

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