Ausprobiert: Salesforce.com Chatter

MarketingNetzwerkeSoziale Netzwerke

Mit dem Winter ’11 Release, das derzeit als Preview verfügbar ist, erweitert Salesforce.com Chatter um neue Features und erleichtert den Start mit dem Tool. Dadurch wertet man den Einsatz von Social Media in Business-Umgebungen deutlich auf.

Zu den Erweiterungen in Chatter im Winter ’11 Release von Salesfoce.com zählt die Möglichkeit, den Chatter-Stream nach Gruppen, Opportunities und Vorgängen zu filtern. Dazu gibt es Facebook-ähnliche Empfehlungen, bestimmten Personen und Gruppen bei der Social-Media-Plattform zu folgen. Und, quasi als Wink für Mitarbeiter, die nicht wissen, wie man Social Media einsetzt, gibt es rechts oben in Chatter die neue Box »What to do Next«.

In meinen Tests von Chatter, das in allen Editionen des Winter ’11 Releases von Salesforce.com enthalten ist, zeigte sich, dass das Tool meine Anforderungen an ein Business-Kommunikationswerkzeug erfüllt, das sicher und zuverlässig eingesetzt werden kann, um die Zusammenarbeit zu fördern, ohne aber die Kontrolle über die Opportunities zu verlieren, über die man sich austauscht.

Die neue Salesforce.com-Version erscheint am 22. Oktober, Chatter ist für alle Versionen ohne Aufpreis verfügbar. Nur für Nutzer, die nicht Salesforce.com-Nutzer sind, aber Chatter nutzen sollen, fallen 15 Euro pro Monat an.

Social Media im Unternehmen

Ein Tücke von Social Media im Unternehmen ist, dass der Strom von Informationen schnell fließt und den Nutzer überwältigt. In Anlehnung an Twitter unterstützt Chatter nun Hashtags. So konnte ich beispielsweise #eweek in meinen Chats vertaggen und bekomme nun bei der Suche nach #eweek jederzeit alle Objekte in zeitlicher Reihenfolge aufgelistet, die das #eweek-Tag enthalten.

Dieses Features gesellt sich zu den neu hinzugekommenen Filtern, die es einfacher machen, alle Informationen zu finden, die einem bestimmten Kriterium entsprechen. So war ich beispielsweise in der Lage, alle Nachrichten anzeigen zu lassen, die an mich gerichtet waren, von bestimmten Gruppen oder Accounts kamen, denen ich folge. Im Gegensatz zu Filtern der alten Schule, für die man erst eine Regel erstellen und diese auf die Daten anwenden muss, sind die Chatter-Filter schon fertig und basieren darauf, wem ich folge.

Weniger offensichtlich ist die Integration des Chatter-Streams in die Salesforce-Suche. Wenn ich nach bestimmten Themen in Salesforce suche, zählen auch Nachrichten zu diesem Thema aus Chatter zu den Ergebnissen. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, einen wichtigen Teil einer Konversation zu übersehen, weil der Anwender damit beschäftigt war, etwas anderen zu tun, als auf seinen Chatter-Stream zu starren.

Nutzungsrichtlinien notwendig

Auch wenn Chatter gut funktioniert, braucht es für Einführung und Nutzungsrichtlinien doch die Aufsicht des Managements. Die gute Nachricht für Salesforce-Administratoren ist, dass die »What to do Next«-Box gut gestaltet ist und den schnellen Einstieg in die Chatter-Nutzung erleichtert. Die meisten Nutzer sollten in der Lage sein, sich in weniger als 15 Minuten mit dem kurzen Video und allen Tipps zu befassen. Die Nutzungsrichtlinien sind eine andere Angelegenheit. In den meisten Firmen werden auf Chatter wohl dieselben Policies angewendet wie auf E-Mail, es gelten also dieselben Regeln wie für Mails und andere schriftliche Kommunikation.

Im Winter ’11 Release wurde auch eine Liste mit Empfehlungen eingeführt, in der Nutzer und Gruppen vorgeschlagen werden, denen man folgen kann. Das Feature hilft neuen Nutzern beim Einstieg, erleichtert es aber auch denjenigen, die Erfahrung mit Social-Media-Tools haben, Informationsquellen zu entdecken, die sie noch nicht kannten.