Spartenverkauf lässt Yahoo-Gewinn anschwellen

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Der als Übernahmekandidat gehandelte Portalbetreiber Yahoo kommt nicht recht voran. Zwar konnte man den Gewinn im vergangenen Quartal enorm steigern, doch das hat man vor allem dem Verkauf der Stellenbörse HotJobs zu verdanken.

Verglichen mit dem Umsatzanstieg von 23 Prozent, den Google vergangene Woche vermelden konnte, nehmen sich die 2 Prozent von Yahoo eher bescheiden aus. Der Portalbetreiber erwirtschaftete im dritten Quartal dieses Jahres 1,601 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Google brachte es in diesem Zeitraum auf 7,29 Milliarden Dollar.

Immerhin: mit grafischer Werbung, so genannten Display Ads, konnte Yahoo 17 Prozent mehr Umsatz erzielen. Weniger gut lief es mit Suchmaschinenwerbung, doch hier hofft man, dass sich künftig die Kooperation mit Microsoft auszahlt, auf dessen Suchtechnologie man zumindest in den USA und Kanada im September umgestellt hat. Der Übergang zu Microsofts Werbeplattform AdCenter wird derzeit vollzogen.

Yahoo-Chefin Carol Bartz sprach bei der Vorstellung der Zahlen von einem »soliden Quartal« und hob vor allem die deutlich gestiegene Marge und den auf 189 Millionen Dollar gewachsenen operativen Gewinn hervor. Für die Anleger erfreulich war auch der Gewinn pro Aktie, den Yahoo im Jahresvergleich um 126 Prozent auf 29 Cent steigern konnte. Allerdings entstammen hier 4 Cent der Beteiligung am chinesischen Internet-Konzern Alibaba.com und 13 Cent dem Verkauf des Job-Portals HotJobs.