Unternehmen verlieren erstmals mehr durch elektronischen als realen Diebstahl

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Von mehr als 800 befragten leitenden Angestellten antworteten die meisten, Datendiebstahl koste die Unternehmen inzwischen mehr als physikalische Diebstähle.

Der »Global Fraud Report 2010/2011« von Sicherheitsfirma Kroll ergibt erstmals, dass Firmen mehr Geld durch elektronischen Datendiebstahl als durch herkömmlichen Diebstahl verlieren.  Die Studie sei spricht davon, dass die meisten elektronischen Schäden durch »Inside Jobs« geschähen, wie 800 leitende Angestellte in der Befragung angegeben hätten.

Angst vor solchen Missbräuchen hätten viele Unternehmen auch davon abgehalten, in wichtige aufstrebende neue Märkte zu expandieren, erklärt die Studie. Kein wunder: 98 Prozent des Datendiebstahls habe in China stattgefunden, 96 Prozent in Kolumbien und 90 Prozent in Brasilien.

Weil immer mehr Arbeit über elektronische Kommunikationsmedien stattfinde, sei die Gefahr des Missbrauchs auch höher. Die Unternehmen kämen beim Umgang mit den neuen Risiken oft nicht schnell genug hinter den Missbrauchsmöglichkeiten her.

Elektronischer und -Informationsdiebstahl sei dieses Jahr um 27,3 Prozent gestiegen, der physikalische Diebstahl um 27,2 Prozent. Wenngleich der Unterschied minimal ist, handele es sich um eine sehr starke Existenzbedrohung insbesondere in informationstechnisch getriebenen Branchen – etwa im Finanzgewerbe, wo der höchste Level elektronischer Durchdringung bestehe und damit auch die Gefahr des elektronischen Diebstahls am stärksten sei. Betroffen seien auch Services und Medien.

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