NRO warnt: IPv4-Adressen werden knapp

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Es sei höchste Zeit, auf IPv6 umzustellen, erinnert die Number Resource Organization (NRO), in der sich die fünf regionalen Internet-Registrare zusammengetan haben. Denn weniger als fünf Prozent des IPv4-Adressraums sind noch verfügbar.

Dass IPv4-Adressen knapp werden, ist lange bekannt, doch das Ende rückt unwiderruflich näher. Die IANA hätte in den letzten Monaten mehr als 200 Millionen IPv4-Adressen vergeben, so dass mittlerweile nur noch weniger als fünf Prozent des gesamten Pools verfügbar seien, berichtet die NRO. »Das ist ein großer Meilenstein im Leben des Internets und bedeutet, dass die Vergabe der letzten Blöcke IPv4-Adressen bevorsteht«, sagt NRO-Chairman Axel Pawlik.

Die IANA vergibt die IPv4-Adressen in Blöcken zu 16 777 216 Adressen, so genannten /8-Blöcken. Nur noch zwölf sind derzeit frei, von denen sieben im normalen Vergabeverfahren zugeteilt werden. Die letzten fünf gehen dann gleichzeitig an die fünf regionalen Registrare RIPE NCC, ARIN, APNIC, LACNIC und AfriNIC.

Der NRO zufolge wird das wohl schon im ersten Halbjahr 2011 passieren, der Druck, auf IPv6 umzustellen, steigt. Der IPv4-Nachfolger erweitert den Adressraum durch Umstellung von 32 auf 128 Bit von 2^32 auf 2^128 Adressen. Die steigende Nachfrage nach IPv6-Adressen zeigt nach Meinung der NRO jedoch, dass die Umstellung in vollem Gange ist und es wohl keinen Last-Minute-Ansturm geben wird. Denn während die Zahl IPv6-Zuweisungen in diesem Jahr um stattliche 70 Prozent zugelegt habe, sei bei IPv4 nur ein leichter Anstieg von 8 Prozent zu verzeichnen.