Wird Michael Dell die Firma… äh, Dell… kaufen?

FinanzmarktUnternehmen

Der Gründer des Unternehmens deutet an, dass er es von den Finanzanlegern zurückkaufen will. Nur so könne Dell auch wieder richtig Geld verdienen.

Als Robin Hood der IT-Branche will Michael Dell seine Gründung von den Finanzhaien wieder zurückerobern. Genauer gesagt hat er sich mit Geld so weit eingedeckt, dass er privat locker seine eigene Firma zurückkaufen kann – die ist ja an der Börse kaum noch so viel wert, wie er in der Zwischenzeit an Geschäftsführergehältern und Anteilsverkäufen kassiert hat. Wie wir wissen, verdienen die Chefs der großen IT-Unternehmen ziemlich gut.

Dass er glaubt, sein Unternehmen stünde besser da ohne all die Quartalszahlen-Junkies, sagt er auch öffentlich. Nun hat der Kapital-Anleger-Chef Lee Ainslie von Maverick Capital auf einem New Yorker Investorentreffen auch noch bekanntgemacht, dass Michael tatsächlich Interesse an Aktien der Firma hat, die er einst gründete. Vielleicht wird es sogar ein »hostile takeover«, scherzte Ainslie. »Dell kauft Dell« wäre immerhin eine formidable Schlagzeile für die Wirtschaftspresse.

Diese Anekdote wird in einem Bericht von Marketwatch am Rande gestreift, aber klar ist: Michael hat inzwischen wirklich mehr Geld als seine Firma jetzt noch wert ist und könnte noch einmal ein Schnäppchen durch den Kauf von Dell machen.

Auch die Gründer anderer großer Unternehmen wie etwa Adobe denken daran, Aktien zurückzukaufen – um die Profite nicht einfach sinnlos unter Kapitalanlegern zu verteilen, sondern wertschöpfend  im Unternehmen selbst anzulegen.

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