Motorola verklagt Apple wegen Patentverletzung

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Die Klagewelle schwappt fröhlich weiter durch die Mobilfunkindustrie. Neuester Fall: Motorola wirf Apple Patentverletzung vor und hat Klage bei zwei US-Gerichten eingereicht sowie eine Beschwerde bei der U.S. International Trade Commission (USITC).

Insgesamt 18 Patente soll Aplle mit iPhone, iPad, iPod Touch und verschiedenen Services wie MobileMe und App Store verletzten, erklärt Motorola. Diese beschreiben dem Handy-Hersteller zufolge Basistechnologien wie WCDMA (3G), GPRS und 802.11 sowie Antennendesigns, drahtlose Mails, Annährungssensoren, die Verwaltung von Anwendungen, Location-based Services und die Synchronisation mehrerer Geräte. Von der USITC verlangt man nun eine Untersuchung und fordert ein Verkaufsverbot und einen Import-Stopp für die Apple-Produkte. Vor den Gerichten will man Schadensersatzforderungen durchsetzen und ein Ende der Patentverletzungen durch Apple.

Motorola habe während der gesamten Entwicklung der Telekommunikationsindustrie innovative Technologien geschaffen und patentiert, erklärte Motorolas für Patente zuständige Vizepräsident Kirk Dailey. Nach Apples Einstieg in den Markt habe man lange über die Lizenzierung verhandelt, doch Apple sei dazu nicht bereit gewesen. Nun sehe man keine andere Möglichkeit, als die Gerichte zu bemühen, um die Patentverletzungen zu stoppen, so Dailey.

Damit wird die Situation, wer wen in der Mobilfunkbranche verklagt, immer unübersichtlicher. Die Kollegen von Gizmodo haben eine schöne Grafik, die das anschaulich illustriert – auch wenn die aktuelle Motorola-Klage noch gar nicht darin vorkommt.