Cisco: HD-Video-Sessions für Consumer

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Cisco Telepresence

Professionelle Videokonferenzen in High Definition soll es bald nicht für Unternehmen, sondern auch für Endanwender geben. Ciscos »Ūmi« steht ab 2011 zur Verfügung – vorerst aber nur in den USA.

Die Telepresence-Technik setzt im Unterschied zu herkömmlichen Videokonferenz-Systemen auf große HD-Displays und schnelle Breitbandzugänge. Das erzeugt bei Videokonferenzen die Illusion, man säße sich tatsächlich gegenüber. Die Technik ist bisher hauptsächlich bei großen Unternehmen etabliert. 

Doch der Netzwerk-Spezialist Cisco will Telepresence auch für Heimanwender populär machen. Das entsprechende neue Produkt hört auf den Namen »ūmi«. 

»Ūmi« verbindet einen HD-Fernseher mit dem Breitbandzugang. Eine HD-Kamera, eine Konsole und eine Fernbedienung liefert Cisco ebenfalls mit. Mit der Fernbedienung steuert der Benutzer das System. Er kann damit Video-Anrufe starten oder eigene Videos aufnehmen und diese per Facebook oder YouTube veröffentlichen. Außerdem kann die Technik auch mit einem PC und beispielsweise Googles Video-Chat genutzt werden. 

Cisco Umi
Ciscos Telepresence-Lösung »Ūmi« ist für Familien und Privatanwender konzipiert. (Bild: Cisco)

Telepresence ist gut fürs Klima
Gerne wird für Telepresence das Argument ins Feld geführt, die Technik erspare Reisekosten und senke deshalb auch die CO2-Emissionen, da beispielsweise Flugreisen entfallen. Im Prinzip gilt dies auch für Consumer. Etwa bei Familien, deren Mitglieder über mehrere Länder verstreut sind. Die könnten sich mit regelmäßigen Telepresence-Sitzungen die ein oder andere Flugreise ersparen. Deshalb wurde das angekündigte Cisco-Produkt prompt auch in einem Greenpeace-Blog gelobt. 

»Ūmi« soll vorerst nur in den USA angeboten werden, dort arbeitet Cisco mit dem Provider Verizon zusammen. Wann die Telepresence-Technik für Endverbraucher auch in Europa oder Deutschland angeboten wird, ist derzeit noch nicht klar.