Investments in Green-Tech sinken

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Ein Greenpeace-Blog zeigt eine überraschende Entwicklung auf. Die Investments in umweltfreundliche Technologien und Start-ups sind im dritten Quartal dieses Jahres stark gesunken. Möglicherweise schrecken langsame Return of Investments die Investoren ab.

Die Venture-Capital-Investments in umweltfreundliche Hightech-Unternehmen sind im dritten Quartal offenbar stark zurückgegangen. Das schreibt Greenpeace-Mitarbeiterin Jodie Van Horn in einem Blog auf der Greenpeace-Website. Sie beruft sich dabei auf Zahlen der Marktforscher von Cleantech Group. Der plötzliche Rückgang ist vor allem deshalb so überraschend, weil besonders in der ersten Hälfte dieses Jahres Green-Tech-Investitionen sogar diejenigen des gesamten Jahres 2008 überstiegen hatten.

Der Report von Cleantech Group hat »umweltfreundliche« Technologie-Investments in Nordamerika, Europa China und Indien analysiert. Demnach sind die entsprechenden Venture-Capital-Investitionen weltweit um 30 Prozent gesunken. In Kalifornien, in den Augen vieler das Mutterland aller Green-Tech-Investitionen, sanken diese sogar um satte 61 Prozent.

Experten spekulieren nun, dass vor allem der langsame Return of Investment (ROI) bei umweltorientierten Maßnahmen die Investoren abschreckt.

China führt bei Green-Tech
Kochan & Co., ein anderes Analysten-und Beratungsunternehmen, hat laut Greenpeace-Blog vermelder, dass weltweit weniger als zehn Prozent aller Investitionen für Green-Tech-orientierte Börsengänge (Initial Public Offering, IPO) den Start-ups zugute gekommen war. Vor allem Europa und Nordamerika hinken hinterher.

Überraschungssieger im Bereich IPO ist hingegen China. Schon seit einigen Quartalen gibt es in China ungefähr viermal soviel IPOs wie in Nordamerika oder Europa. Die genießen haben offenbar Erfolg damit und erzielen dabei hohe Gewinne.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber doch. So haben Smart-Grid-Investments im dritten Quartal insgesamt ein Volumen von 163 Millionen US-Dollar erreicht. Der CPU-Riese Intel hat daran offenbar großen Anteil, indem er Beratungs-Dienstleistungen für Software und Smart-Grid-Technologien massiv finanziell unterstützt.

Greenpeace-Bloggerin Jodie Van Horn fordert in ihrem Eintrag die großen IT-Unternehmen auf, ihren Einfluss auf die Förderung von umweltfreundlichen Technologien in der Politik geltend zu machen.