Trend Micro: Europa wird zum Sicherheitsrisiko

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Das Level der Cybercrime-Aktivitäten, die von Europa aus betrieben wird, wachse nicht nur, sondern erreiche besorgniserregende Größenordnungen, so der jüngste Security-Report der Sicherheitsfirma.

Europa habe in der ersten Jahreshälfte locker Asien und Amerika überholt und bringe nun in Summe mehr Online-Bedrohungen hervor. Diesen wenig schmeichelhaften Trend wollen die Analysten von Trend Micro festgestellt haben. Ursache der bedenklichen Entwicklung sei ihrer Ansicht nach China. Überrascht? Seit die Zentralregierung dort die Internet Service Provider zwingt, illegale Aktivitäten zu unterbinden, haben offenbar viele Kriminelle ihre Operationsbasis nach Osteuropa verlegt.

»In der Folge sank bereits das SPAM-Aufkommen aus China. Es rutschte auf Rang 2 ab, während Europa nun die wesentliche Herkunftsquelle ist«, erzählt Jamz Yaneza, Direktor bei Trend Micro. Der Report berichtet zudem, dass sich immer mehr Angriffe auf lokale Ziele konzentrieren. Statt also wie mit der Gießkanne weltweit auf unspezifische Opfer zu lauern, werden immer mehr Attacken für ein bestimmtes Ziel oder eine Kategorie maßgeschneidert. Als Beispiel nennt der Bericht Brasilien, wo eine Botnet- und Phishing-Aktion extra darauf ausgelegt war, bestimmte kleine lokale Banken aufs Korn zu nehmen.