Arbeitszeit einsparen mit UEFI

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Die Firmware will das veraltete BIOS ablösen. Kurze Boot-Zeiten, leichtere Einbindung von neuer Hardware und vereinfachte Remote-Steuerung seien die Vorteile für das Unternehmen.

Damit die Mitarbeiter morgens direkt nach dem Einschalten des Rechners nicht erst ihre obligatorische Kaffee- oder Rauchpause einlegen müssen, können Firmen bei der Neuanschaffung ihrer PC-Systeme gleich darauf achten, kein altes BIOS zu kaufen, sondern auf das Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) setzen. Es lasse sich bei vielen Systemen auch nachträglich installieren, was eine schöne Fleißarbeit für die Admins sein könnte.

UEFI sei bereits auf dem Vormarsch und werde von einigen Herstellern standardmäßig als Boot-Software eingesetzt. Daher sind die Macher optimistisch und glauben, bereits im kommenden Jahr erstmals mehr Desktops mit UEFI als mit BIOS vom Band rollen zu sehen. Kein Wunder, hinter dem UEFI- Forum steht eine Allianz der größten IT-Konzerne.

Die neue Firmware umgehe diverse BIOS-Beschränkungen: Festplatten mit über 2 Terabyte Kapazität, die wachsende Zahl und Sorten von Peripheriegeräten sowie die Anforderungen moderner Managed Services. Überhaupt soll die Arbeit von Netzwerk-Administratoren deutlich erleichtert werden. Verbesserte Fernsteuerung und das Ausbleiben vieler Gerätekonflikte dürfte ihnen manchen Laufweg ersparen.

Flexibilität war den Entwicklern besonders wichtig, damit das System offen auf künftige und neuartige Peripherie reagieren könne. Beispiel: Bei UEFI wird den Tastaturen kein spezifischer Port mehr zugeordnet. »Irgendwo in der Maschine sitzt ein Gerät, das Information produzieren kann. Das ist alles, was die Firmware über die Tastatur weiß und wissen muss«, erläutert Mark Doran, Vorsitzender des UEFI Forums, in einem BBC-Bericht. Diese Vorgehensweise erlaube künftig ungewöhnliche Spezialtastaturen oder auch ganz andere Eingabegeräte.