Telekom strukturiert Vertrieb und Service für Mittelstand um

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Die Deutsche Telekom hält ihre Struktur für zu kleinteilig und will in den nächsten Jahren überregionale Vertriebs- und Service-Zentren aufbauen. Mehr als 5000 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsort wechseln müssen – die Gewerkschaft ver.di droht bereits mit Streik.

Die derzeitige Struktur von Mittelstandsvertrieb und -service sei unzeitgemäß, heißt es bei der Telekom, um wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse man umstrukturieren. Daher sollen nun bundesweit neun moderne Vertriebs- und Service-Zentren aufgebaut werden, dazu 28 Vertriebsbüros sowie fünf Innovationszentren. So könne man Vertrieb und Service enger verzahnen und Kompetenzen an einem Ort bündeln.

Im Vertrieb und Service müssen daher 3640 Beschäftigte bis Ende 2012 ihren Arbeitsort wechseln, im IT-Bereich weitere 1500. Man habe stark auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter geachtet und über Monate an den Plänen gefeilt. »Uns ist die Verantwortung für diesen Balanceakt sehr bewusst. Darum haben wir sicher gestellt, dass das Konzept sozial ausgewogen ist und wir die Belange der Mitarbeiter nicht über einen Kamm scheren«, erklärt Personalgeschäftsführer Dietmar Welslau.

Dennoch droht Streit mit der Gewerkschaft ver.di, die die Zusammenlegung von Standorten für unnötig und schädlich hält. Die Zentralisierung rüttele »an den Existenzgrundlagen vieler Beschäftigter«, sagte Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder, es drohe ein »Umzugsreigen im großen Stil in zumeist teurere Regionen.« Man werde nun über die Pläne der Telekom beraten und Aktionsmöglichkeiten ausloten. »Das wird keine stille Veranstaltung. Wir werden den Protest auf die Straße tragen«, kündigte Schröder an.